...
Please wait
X


herthaunser.de ~ OFC Hertha BSC Fanclub

BACKE, HACKE, METT!
Als hätte ich es geahnt! Die Hinrunde war noch nicht mal beendet, da hatte ich mich spontan für ein Wochenende bei den Jecken eingebucht. Tätärätääää und Tusch: Ich war auf einer echten Karnevalssitzung! Eigentlich ne Alternativ-Sitzung, da jibbet nämmich janz feine Unterschied. Die sind aber nur Eingeweihten ersichtlich. Einem sittenstrengen Preußen wie mir bot sich folgendes Bild: Kostümierte Menschen kippen maßlos Stangenbier in sich hinein, ebensolche glucksen und lallen auf einer Bühne, ein Winkemariechen winkt im Takt dazu. Und zwischendurch wird gestenreich an das Festmotto erinnert: BACKE, HACKE, METT! Das ganze steigert sich von Kölsch zu Kölsch, anschließend gibt's zur Entspannung Party, dazu wird Kölsch gereicht. Irgendwann nach Hause, auf ein Scheidebecherchen Kölsch. Am nächsten Tag das ganze nochmal von vorn und von hinten, ganz nach Belieben.
Mit anderen Worten: Freitagabend kam ich an, Sonntag war ich fix und fertig. Zwischendurch war Fußball, aber ohne Hertha, von daher konnte ich mich voll auf den urwüchsigen Habitus der Eingeborenen einlassen. (Zumindest so lange sich die Strichmänchen auf meinem Bierdeckel nicht allzu sehr drängelten.)
\:| :O :P
Posted by egmonte on 23 Jan 2012 at 14:37
was fürn scheiss stadionname
Das erste Spiel einer Serie ist für mich insofern etwas Besonderes, als dass ich mich länger als üblich mit dem kommenden Gegner beschäftige. Beschäftigen heißt, dass ich hin und wieder die Gazetten aus dem Dorf des betreffenden Klubs nach Informationen durchstöbere. Auf gut Neudeutsch, dass ich im Sportteil der Nürnberger Nachrichten rumklicke. Da ich davon ausgehen muss, nicht der Einzige zu sein, der derart seine kostbare Zeit verplempert, steht zu befürchten, dass unsere ohnehin zum Größenwahn neigende Anhängerschaft den Ersteneffzehnürnberg auf die leichte Schulter nimmt. Denn wenn man glauben will, was man so liest, dann erwartet uns nächsten Sonnabend (15.30 Uhr) im Easycreditstadion kein Gegner sondern ein Häufchen Elend. Der (in Anführungszeichen) Club hat nämlich die Seuche, pfeift aus dem letzten Loch, geht auf Krücken, wird vom Verletzungspech verfolgt, gleich einem Lazarett, um mal einige der gebräuchlichsten Floskeln zu bemühen. Ich kann nicht verhehlen, dass mich derlei Hiobsbotschaften mit klammheimlicher Freude erfüllen. Weil aber zugleich das gute Gewissen mahnend mit dem Zeigefinger fuchtelt, verflüchtigt sich voreilige Siegesgewissheit wie von selbst. Unterm Strich kommt nämlich raus, dass der Blamagefaktor bei uns mit jedem gegnerischen Spielerausfall steigt. Wobei man nicht vergessen darf, dass mit Rararaffael ein emminent wichtiger, wenn nicht der Wichtigste, Spieler ausfällt. Da mag Bruder Ronny Herrn Skibbe noch so umschmeichelt haben, der Ernstfall steht eben noch aus. Und wer weiß, womöglich sind die Nürnbercher obendrein auch noch spitzenmäßige Bluffer!?! Das kennt man ja. Im Vorfeld wird groß rumgejammert und am Ende stehen die ganzen Halbtoten plötzlich mit blutunterlaufenen Augen am Anstoßkreis und fletschen die Zähne.
:S :( :'(
Posted by egmonte on 16 Jan 2012 at 19:57
Auf ein Neues
Es ist bislang keinem weiter aufgefallen, aber Bundespräsidenten, Bild-Chefredakteure und Hertha-Trainer haben mehr Gemeinsamkeiten, als man gemeinhin annehmen dürfte: Sie haben ihren Haupt-Arbeitsplatz in Berlin, kommen beruflich viel herum und werden nicht vom Volk gewählt. Und ob sie das Maul nun aufreißen oder auch nicht, es rauscht im Blätterwald, aber gewaltig. Wenn Babbel noch amtieren würde, kämen mir womöglich weitere Verwandtschaften in den Sinn, stattdessen erkläre ich die Debatte hiermit für beendet. Das ist mein gutes Recht und im Gegensatz zu Herrn Wulff dulde ich auch keinen Widerspruch. Nur soviel sei hinzugefügt: Seit sich die globale Aufmerksamkeit weg vom Schenckendorffplatz und hin zum Schloss Bellevue gerichtet hat, ist mir wesentlich wohler zumute.
Auch hat sich meiner Auffassung nach die Erregung um die Personalie Skibbe gelegt. Abgesehen von den üblichen Querulanten in den einschlägigen Foren. Aber nach denen kräht eh kein Hahn.
Das letzte Mal habe ich am 17. Dezember von dieser Stelle dazwischengefunkt, das war am Abend nach Hoffenheim. Ich wollte schon am 19., spätestens aber am Tag nach dem Pokalspiel wieder auf Sendung gehen, war aber nix. Dieser verflixte Weihnachtsrummel hat mich abgehalten. Was habt Ihr nicht alles verpasst! Zunächst mal Pierre-Michel LaBomba, der Rasenrocker aus dem Ruhrgebiet. Ich habe mir die Finger wund geknipst, aber auf keinem Bild hat er die Klüsen richtig auf. Pokerface by nature, ich sag's Euch! Und cool wie ne Hundeschnauze, trotz seiner gerade mal neunzehn oder zwanzig Lenze (das prüft mal schön selber nach, elende Erbsenzähler). Einer meiner Gäste, eigentlich eine Sie, hielt sich für besonders witzig und wollte zum Autogramm den Zusatz: "Scheiss Schalke". Kinder, sowas geht gar nicht! Wenn Ihr Euch nicht zusammenreisst, können wir Stargäste in Zukunft knicken. Zum Glück hat der Pierre locker drüber hinweggesehen. Ich an seiner Stelle ... aber lassen wir das. Wir hatten unseren Spaß, Herr Lasogga hatte seinen auch. Das Tollste: Drei Tage später ballert uns dieser Teufelsbraten in die nächste Runde! Obwohl der am Ende auf allen Vieren aus der Kneipe gekrochen ist. Das nenn ich Chuzpe.
:) :S :O
Posted by egmonte on 4 Jan 2012 at 21:56
immer dit gleiche, ey
Mein Gefühlszustand im Moment der Skibbe-Verkündung war natürlich auch erstmal schockstarre-artig. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, obwohl ich just zu diesem Zeitpunkt Luftlinie keine 50 Meter entfernt von dem Ort war, wo der grafische Teaser mit dem Ex-Völler-Gehilfen plus Hertha-Logo entstand.
Aber ich bin ja nicht bei Euch, um mich hinter die Defätisten und Unkenrufer zu scharen, sondern um Mut zu machen und Trost zu spenden. Wohl an!
Das Einseins am 17. Spieltag zu guter Letzt (wird laut http://www.korrekturen.de tatsächlich so geschrieben) war mir im Grunde piepegal, wichtiger erscheint mir Mittwoch. Ohne Lell, Raffa und ma kieken wer sonst noch Maladitäten oder sonstige Gründe vorzuweisen hat. Fast noch spannender ist natürlich die Frage, wer Sonntag bei unserer Weihnachtsfeier aufkreuzt. Ich habe schon einiges Läuten gehört, aber dem traue ich so wenig, wie den Meldungen rund um Meikel Bäbbel. Dass er geht, ist raus, zu klären ist nur, wer was wann und von wem wusste. Nach allem, was mir bekannt ist, scheint irgendwas im Busche, von dem die entscheidenden Personen wissen, aber die Öffentlichkeit keinen Schimmer hat. Wie das so ist, mit dem Herrschaftswissen. Ich hülle mich an dieser Stelle auch lieber in Schweigen, das ist mir dann doch zu heiß.
Vielleicht ist aus genau diesem Grund Michael Skibbe genau der Mann, der uns gerade noch gefehlt hat. Wobei: Die Reaktionen in den einschlägigen Foren sind eher zurückhaltend. Milde ausgedrückt. Auch der Webmaster hat sich an geeigneter Stelle schon eindeutig positioniert. Lieber würde er Mike Büskens haben, hat er gesagt, dabei hatte er selbigen kurz zuvor noch als absolut untragbar bezeichnet. Und der Webmaster ist normalerweise ein kühl kalkulierender, sachlich abwägender Mensch, das sagt wohl alles.
:S :D 8)
Posted by egmonte on 17 Dec 2011 at 22:27
Pflicht und Schuldigkeit
Mehr ist halt nicht drin momentan, da bin ich Fatalist. Wenn es zudem an Glück mangelt, dann ist ein 1:2 gegen den großen FC Schalke 04 nur konsequent. Für Hoffenheim könnte es nächsten Sonnabend auch knapp werden, deshalb richtet sich meine ganze Konzentration schon jetzt auf den 18. Dezember!
Von den Pfiffen gegen Babbel habe ich im Übrigen erst aus den Weltnachrichten erfahren. Und hätten sie es Samstag vor der Bundesliga-Konferenz auf Info-Radio nicht extra nochmals zum Mithören gesendet, hätte ich das ganze für eine Ente gehalten. Was wollen uns die Pfiffe sagen? Vielleicht, dass manch Herthafreund leicht beleidigt ist, wenn ein Trainer nicht lauthals „Pfüati!“ schreit, sobald man ihm die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses offeriert. Diesen notorischen Pfeifenköppen sei gesagt, dass ein Ja-Wort im Profifußball ohnehin mehr symbolischen Charakter besitzt. Aber von mir aus kann die Vertragsverlängeruns-Arie gerne noch ein bisschen weiter gedudelt werden. Ich bin für mich zu dem Schluss gelangt, dass es grundsätzlich eher als ein gutes Zeichen zu werten ist, wenn die Bataillone von Hertha-Reportern kein anderes Thema haben, als die Babbel-Causa. Das bedeutet in umgekehrter Lesart nämlich, dass es innerhalb der Mannschaft keine größeren Auffälligkeiten gibt, abgesehen von den zuletzt mageren Ergebnissen. Dabei könnte man im Grunde höchst zufrieden sein: 19 Punkte nach 16 Spielen sind aller Ehren wert. Gewiss, es hätten ein paar mehr sein können, aber eben auch ein paar weniger. So banal ist Fußball.
:O \:| :'(
Posted by egmonte on 11 Dec 2011 at 20:47